Archiv für November 2006

Sach’ ich doch: Zieht nach Kreuzberg!

Sonntag, 26. November 2006

Ein weiterer Berliner mit Migranten-Hintergrund will nach Kreuzberg ziehen:

Kreuzberg ist wie ein Mikrokosmos. Es ist nicht wie der schicke Prenzlauer Berg, wo alle gleich alt sind und die gleich hübschen Kinder haben und in der ähnlichen Einkommensgruppe sind. Es ist auch nicht so künstlich wie Berlin-Mitte und deutlich lockerer als Dahlem oder Steglitz. Und für Marzahn und Hellersdorf bin ich einfach nicht mehr schnell genug und meine Tochter kann noch nicht laufen, um notfalls vor den Nazis davonrennen zu können.

sagt Cem Özdemir.

Recht hat er, deswegen: Herzlich willkommen im Kiez! Selbst wenn allzuviel Grünzeug auch nicht gesund sein kann. ;-)

Quelle: Hauptstadtblog

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Letzte Mahnung

Samstag, 25. November 2006

Ist auch nach der zweiten Mahnung keine Zahlung eingegangen, kann dann eine dritte Mahnung erfolgen. Die dritte Mahnung wird gelegentlich auch als letzte Mahnung bezeichnet. Sie wird nach Ablauf der in der zweiten Mahnung gesetzten Frist versandt, oder aber nach Ablauf von etwa 14 Tagen nach der zweiten Mahnung, wenn man in dieser keine Frist gesetzt hatte. In der dritten Mahnung wird man in unmissverständlicher Weise eine letzte Frist zur Zahlung setzen und die gerichtliche Verfolgung der Forderung gegenüber dem Kunden/Schuldner in Aussicht stellen.

Ich finde, das ist doch brutal, nach der letzten Mahnung schon gleich zu klagen. Es gibt doch noch die allerletzte Mahnung und dann noch die jetzt-ist-aber-wirklich-Schluß-Mahnung und …

Woher ich den Unsinn mit der letzten Mahnung habe? www.Mahnerfolg.de. Seltsame Hobbys haben manchen Leute …

Ernsthaft: Vielleicht liest man dort mal das Gesetz, z.B. § 286 BGB - da ist die Rede von EINER einzigen, einsamen Mahnung. Und selbst die ist oft genug noch entbehrlich.

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Italienische Zeiten

Freitag, 24. November 2006

Statt Digitaluhr.
(2 MB wmv mit Ton)

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Google Earth hilft bei Ermittlungen

Donnerstag, 23. November 2006

Der Schulder eines Mandanten wollte sich der wohl verdienten Zwangsvollstreckung entziehen, indem er sein Namensschild an der Haustür entfernte. Der Gerichtsvollzieher teilte uns mit: “Unter dieser Anschrift unbekannt.”

Nachforschungen ergaben, daß der Schuldner aber noch unter dieser Anschrift wohnhaft sei. Ein Blick aus 50 Meter Höhe auf die Wohnanschrift mit Hilfe von Google Earth ergab, daß es da noch ein Hinterhaus gab.

Mit einer aktuellen Auskunft aus dem Melderegister und dem Bild des Hinterhauses konnte der Gerichtsvollzieher einen weiteren Versuch starten … der dann erfolgreich war.

Besten Dank an den Leerling für die nette Idee. ;-)

BTW:
Der weiße Transporter, der im Hinterhof unserer Kanzlei steht, ist mein Vito.

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Disqualifiziert im Wrangelkiez

Dienstag, 21. November 2006

Besser Handschellen anlegen “als ein Messer in den Bauch bekommen”, erklärt Körting.

Wer oder was ist Körting?

Körting

Nein, das ist kein Rechtsradikaler. Innensenator von Berlin ist der Mann, der sich - auf dem Niveau einer Diskussion in einer Eckkneipe Neuköllns um 4 Uhr morgens - über den Wrangelkiez und das dortige Vorgehen der Polizei ausläßt.

Eigentlich hatte ich von der Sitzung des Innenausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses ein wenig Licht im Dunkel erwartet. Statt dessen lese ich in der taz:

Frage von Volker Ratzmann, Fraktionschef der Grünen:

Trifft es zu, dass Zwölfjährige am vergangenen Dienstag in der Wrangelstraße auf offener Straße von der Polizei in Handschellen gelegt wurden?

Die Anwort vom Herrn Innensentor:

Ich vermag nicht zu erkennen, wozu solche Details weiterhelfen.

Weiter heißt es in dem taz-Bericht:

Nach Angaben von Jugendlichen und Anwohnern des Wrangelkiezes gegenüber der taz waren es die Handschellen an den Handgelenken der zwölfjährigen Migrantenkinder gewesen, die die umstehenden Menschen so empört hatten. So gefesselt, hätten die Jungen 10 bis 15 Minuten an der Wand gestanden, bis sie abtransportiert wurden. Fragen nach dem Grund seien von den Beamten nicht beantwortet worden, berichten Beobachter.

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DAS gaukelt Leistungen vor …

Montag, 20. November 2006

… die der Versicherer tatsächlich aber nicht erbringen muß (will?).

Die Vier Strafverteidiger und das RSV-Blog berichten über ein neues Leistungsangebot des Rechtsschutzversicherers DAS.

In dem Angebot heißt es:

Die Antwort auf alle Rechtsfragen. Wann immer und so oft Sie Rat benötigen – für nur 4,99 €/Monat.

In den Versicherungsbedingungen heißt es:

Der Versicherer ist berechtigt, nach Anekennung der Leistungspflicht für die zweite oder jede weitere Rechtserstberatung innerhalb von zwölf Monaten den Vertrag vorzeitig zu kündigen.

Also: Der Versicherungnehmer ruft zum zweiten Mal an und bekommt anschließend die Kündigung wann immer und so oft er sie benötigt.

Wieso denke ich gerade an www.lebensprognose.com?

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Immer im Dienst

Montag, 20. November 2006

Ein außer Dienst befindlicher Kriminalbeamter nahm gestern Nachmittag in Friedrichshain einen 16-jährigen Handtaschenräuber auf frischer Tat fest. Der Polizist sah gegen 14 Uhr 15 in der Krachtstraße Ecke Alt-Stralau den Täter, der einer 56-jährigen Frau von hinten die Handtasche entrissen hatte und in die Glasbläseralle geflüchtet war. Der Beamte rannte hinterher und konnte den Räuber festnehmen und den alarmierten Kollegen übergeben.

Quelle: Pressemeldung der Polizei Berlin

Tip:
Wenn Sie eine Straftat begehen wollen, vergewissern Sie sich vorher, daß kein Polizist in der Nähe ist. Oder trainieren Sie vorher Sprintrennen ..

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Wrangelkiez ist sicher …

Montag, 20. November 2006

… behautptet der Soziologe an der Universität Potsdam, Silvester Stahl, im Tagesspiegel.

Der ethnische Hintergrund der Jugendlichen, die aus Zuwandererfamilien stammen,

wird überschätzt. Machoverhalten ist bei Halbstarken in diesem Milieu wohl weiter verbreitet als unter deutschen Jugendlichen, aber dem steht der stabilisierende Einfluss der starken Familienverbände gegenüber. Außerdem sollte man froh darüber sein, dass diese Jugendlichen wegen ihres kulturellen Hintergrunds in der Regel keinen Alkohol trinken. Was es bedeutet, wenn sich Perspektivlosigkeit mit Alkoholismus paart, kann man ja auch in der Wrangelstraße beobachten. Nur eine Ecke weiter trifft sich vorm Supermarkt die deutsche Trinkerszene. Das ist die eigentliche Problemgruppe, die im Kiez auch den meisten Ärger verursacht: alkoholkranke Männer, meist alleinstehend und arbeitslos.

Die Randale in Kreuzberg wird heute im parlamentarischen Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses Thema sein. Ich bin gespannt, was das Hohe Haus herausfinden wird.

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Was war los im Wrangelkiez?

Sonntag, 19. November 2006

Was sich bei den Festnahmen am Dienstag abspielte, wird immer unklarer: Anwohner bestreiten die Darstellung der Polizei.

schreibt PLUTONIA PLARRE in der taz am 20.11.06

Aufklärung tut not. Was hat sich vergangenen Dienstag wirklich im Kreuzberger Wrangelkiez ereignet? In der ersten Pressemitteilung der Polizei hieß es, “eine Ansammlung von 80 bis 100 Jugendlichen” sei dort “massiv” gegen Polizeibeamte vorgegangen, als diese zwei Tatverdächtige festnehmen wollten. Tags darauf hatte Polizeipräsident Dieter Glietsch erklärt, lediglich “einzelne Personen” seien gewalttätig geworden. Jugendliche und Anwohner aus dem Wrangelkiez bestreiten selbst das. Die Stimmung sei aufgebracht gewesen, aber handgreiflich geworden sei nur ein einziger: der 23-jährige Mehmet S. Und das erst, nachdem er von Beamten niedergeschlagen worden sei.

Ich bin gespannt, was am Ende noch alles zu Tage befördert wird. Der Bericht in der taz läßt jedenfalls Zweifel an dem aufkommen, was die Medien im übrigen berichtet haben.

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Ich bin abgemahnt worden …

Samstag, 18. November 2006

… bedeutet dieses Emoticon

§:=(..

laut www.abkuerzungen.de

kanzlei-hoenig.info grüßt das parteibuch und liefert vorsorglich schon mal das hier:

:=))))))))))))

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