Jetzt geht’s wieder los
Freitag, 28. Dezember 2007
Vier Tage wird es nun in Neukölln und Kreuzberg nicht mehr ruhig werden.
Aldi informiert. Dafür hat es immer noch gereicht.
Gut, daß ich das nicht mehr erleben muß.
Vier Tage wird es nun in Neukölln und Kreuzberg nicht mehr ruhig werden.
Aldi informiert. Dafür hat es immer noch gereicht.
Gut, daß ich das nicht mehr erleben muß.
Ab jetzt (22.12.2007, 7:08 Uhr MEZ) werden die Tage wieder länger.
Foto: Pixelio
Falls ich steckbrieflich gesucht werden sollte – ich bin hier:

Fast 70 Prozent aller Unternehmen in Berlin und Brandenburg waren 2006 Opfer von Straftaten. Die Anzeigebereitschaft wächst. Schon jetzt fragen Investoren nach, ob es sicher ist, sich hier anzumelden.
Bericht im Tagesspiegel
Sehr geehrter Kunde, sehr geehrte Kundin,
Die Technische Abteilung der Volksbanken Raiffeisenbanken führt zur Zeit eine vorgesehene Software-Aktualisierung durch, um die Qualität des Online-Banking-Service zu verbessern.
Wir möchten Sie bitten, unten auf den Link zu klicken und Ihre Kundendaten zu bestätigen.
[Link gelöscht]
Wir bitten Sie, eventuelle Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, und danken Ihnen für Ihre Mithilfe.
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VR-NetWorld GmbH
@ 2007 Volksbanken Raiffeisenbanken AG
So lautete eine eMail, die ich aus unseren Spam-Filter gefischt habe. Wenn man dem Link folgt, gelangt man auf eine Website, die dann folgendes Formular zum Ausfüllen anbietet.

Ich will es mir nicht vorstellen, daß es Online-Banking-Nutzer gibt, die so [censored] sind, wahre Angaben vollständig dort einzutragen und dann den Absendebutton zu drücken. Oder?
Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, grob verkehrswidrig und rücksichtslos überholt zu haben. Vier Zeugen bestätigten aber, daß er überhaupt nichts mitbekommen hatte von dem (folgenlosen) Fahrfehler, den er da beim Spurwechsel begangen hatte. Auch der Richter signalisierte, daß das Verhalten des Mandanten allenfalls für eine Ordnungswidrigkeit gut wäre; die allerdings war verjährt.
Der Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft hatte während der Sitzung fleißig mitgeschrieben. Dann wurde die Sitzung unterbrochen und ein zweiter Verhandlungstag anberaumt; es waren noch Nachermittlungen erforderlich.
Am zweiten Verhandlungstag ergab sich nichts Neues, die Beweisaufnahme wurde geschlossen. Ein anderer Staatsanwalt, der am ersten Verhandlungstag nicht teilgenommen hatte und daher auf die Aufzeichnungen seines Kollegen angewiesen war, plädierte umfangreich. Er trug vor, daß die Beweisaufnahme eindeutig und unzweifelhaft den Anklagevorwurf bestätigt hätte. Deswegen sei der Angeklagte zu bestrafen. Eine Geldstrafe reiche hier nicht mehr, es müsse schon eine Freiheitsstrafe sein. Und die Entziehung der Fahrerlaubnis mit Sperre für die Wiedererteilung. Und überhaupt, das Böse ist immer und überall!
Der Verteidiger plädierte kurz: Extrem schlampige Ermittlungen, inkompetente Vertretung der Anklage und übertriebener Jagdinstinkt der Staatsanwaltschaft können das Ergebnis der Beweisaufnahme nicht beeinflussen. Freispruch beantragt und bekommen.
Nächste Woche wird das Urteil rechtskräftig, wenn nicht ein dritter Staatsanwalt die Akte in die Finger bekommt und eine Berufung einlegt. Ich rechne mit allem.
Das ist genau der Weg, auf dem man mit großer Sicherheit das letzte Quäntchen Loyalität des Bürgers gegenüber “seinem” Staat vernichtet.
Es gibt da einen Mitarbeiter bei der Gothaer, nennen wir ihn mal Drango, dem es außerordentlich schwer zu fallen scheint, auf das Telefonieren zu verzichten.
Es ging um die Regulierung eines Diebstahlschadens. Ich hatte Anlaß, den Worten Drangos zu mißtrauen. Deswegen hatte ich mich aus Beweisgründen entschieden, nur noch schriftlich mit ihm zu kommunizieren. Das habe ich Drango mitgeteilt und ihn schriftlich gebeten, nicht mehr bei uns anzurufen.
Drango ruft an. Ich bitte ihn noch einmal, mir eine eMail oder ein Fax zu schreiben. Drango ruft an. Ich fordere ihn auf, weitere Anrufe zu unterlassen. Drango ruft an. Ich verbiete ihm, hier anzurufen. Drango ruft an.
Ok, dann eben anders: Das Amtsgericht erläßt auf meinen Antrag hin eine Einstweilige Verfügung und untersagt Drango, “per Telefon an den Antragsteller … heranzutreten”. Erst die Androhung von Ordnungsgeld und Ordnungshaft hat – vorläufig? – gewirkt. Drango hat seitdem nicht mehr angerufen.
Obwohl Drango eigentlich so gern möchte. Dringend sogar. Sehr dringend. Denn er legt Widerspruch gegen die Einstweilige Verfügung ein. Er trägt vor, ich sei unter anderem berufsrechtlich verpflichtet, seine Anrufe entgegen zu nehmen. Das Amtsgericht weist diesen Unsinn den Widerspruch erwartungsgemäß zurück. Ich sei selbstverständlich nicht verpflichtet, die rechtswidrigen Eingriffe Drangos in unseren Kanzleibetrieb hinzunehmen.
Drango darf mich also immer noch nicht wieder anrufen. Es sei denn, er legt Berufung ein und das Landgericht erlaubt ihm wieder zum Telefonhörer zu greifen. Ich bin gespannt, wie süchtig wichtig es ihm ist.
Nebenbei: Ein bisschen peinlich scheint ihm die Geschichte aber doch zu sein. Drango schlug vor Gericht einen Vergleich vor. Er erkennt meinen Unterlassungsanspruch an, wenn ich mich unter anderem dazu verpflichte, nicht weiter über die Sache zu reden. Tja, ich rede nun aber mal gern darüber.
98 Europaletten mit über 70.000 Kaffeepackungen sind auf noch ungeklärte Weise aus einem Speditionslager in der Sonnenallee gestohlen worden.
Quelle: Pressemeldung der Polizei Berlin
Wir beziehen unseren Caffè aus Norditalien, nicht aus Neukölln.
Vor einem Amtsgericht im platten Brandenburger Land waren zwei Polizeibeamte als Zeugen geladen und erschienen. Sie hatten den Angeklagten verhaftet, nachdem dieser einen Einbruchs-Diebstahl in einer Brandenburgischen Kleinstadt begangen hatte.
Die beiden Beamten wurden jedoch nicht mehr benötigt. Das Verfahren konnte durch einen Deal beendet werden. Die Polizeizeugen wurden also vom Richter entlassen, der es aber nicht versäumte, die beiden über den grünen Klee zu loben:
Wenn unsere Beamten hier in Brandenburg auch so eine hervorragende Arbeit leisten würden wie Sie dort in Berlin, hätten wir bei Gericht wesentlich weniger Arbeit.
Stolz wie Oskar sind die beiden Berliner Polizisten wieder zurück in die Hauptstadt, wo sie nur allzu oft wegen schlampiger Ermittlungsarbeit kritisiert werden. Tut ja auch mal gut, gelobt zu werden.
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