Samstag, 26. April 2008
Das geht aber auch nicht, ein Burger-Restaurant im vegetarisch-grünem Kreuzberg:
Eine Sprengstoff-Attrappe löst einen Polizeieinsatz vor der Mc-Donald’s-Filiale in der Kreuzberger Wrangelstraße aus. Gegen das Fastfood-Restaurant werden immer wieder Proteste der Anwohner laut; [...] sie protestieren immer wieder wegen Lärm- und Geruchsbelästigung und die “McKultur”.
Quelle: Tagesspiegel
Kreuzberg |
Freitag, 25. April 2008
Der Staatsanwalt bat mich in einer laufenden Sache um meinen Rückruf - eilig, wichtig. Seit zwei Tagen versuche ich, ihm diesen Wunsch zu erfüllen - ohne Erfolg: Freizeichen, keiner nimmt ab.
Heute ruft mich die Mitverteidigerin an. Sie habe den Herrn Staatsanwalt gerade besucht. Er werde ständig von Gefangenen aus der Justizvollzugsanstalt angerufen. Das störe ihn. Deswegen gehe er nicht mehr ans Telefon.
Staatsanwaltschaft |
Donnerstag, 24. April 2008
Die BND-Affäre weitet sich aus. Jetzt wird bekannt, daß auch (ein) Reporter des ZDF bespitzelt worden sein soll(en).
Der BND soll in Afghanistan einen weiteren deutschen Journalisten ausspioniert haben. Besonders pikant: Über die Affäre sollen auch Kanzleramt und Parlamentarier seit Monaten informiert gewesen sein.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Polizei, Strafrecht |
Donnerstag, 24. April 2008
Aus einer Anklageschrift, nach einem Besuch in einer Diskothek:
Im Rahmen der Auseinandersetzung nahm der Angeschuldigte F sein mitgeführtes Klappmesser, öffnete es und versetzte dem Geschädigten hiermit insgesamt zehn Stiche in dessen linke Rumpfseite. Der Angeschuldigte F erkannte, dass die von ihm geführten Messerstiche für sein Opfer tödliche Folgen haben könnten und fand sich damit ab.
Strafrecht |
Mittwoch, 23. April 2008
Was Sammel-Leidenschaft alles anrichten kann:
Unbekannte haben in der vergangenen Nacht in Wedding und Pankow insgesamt 19 Gullydeckel gestohlen.
Polizeibeamte stellten gegen 1 Uhr 50 während ihrer Streifenfahrt in der Scheringstraße mehrere fehlende Schachtabdeckungen fest. Dort und in den angrenzenden Straßen fehlten insgesamt achtzehn Deckel. An der Kreuzung Brehme- Ecke Maximilianstraße in Pankow bemerkten Passanten den Diebstahl eines weiteren Gullydeckels. Hinweise auf die Täter gibt es nicht. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Diebstahls.
Strafrecht |
Mittwoch, 23. April 2008
Aus einem Haftbefehl:
Gegen 21.00 Uhr rannte der Beschuldigte F. in den Asia-Imbis R. und verlangt von dort sitzenden Gästen Zigaretten. Die dort als Bedienung tätige N. ging zu ihm und fragte ihn, ob sie ihm helfen könne. Der Beschuldigte ergriff als Antwort einen Stuhl und holte aus, um ihr diesen über den Kopf zu schlagen. Gleichzeitig forderte er von ihr Zigaretten oder Geld. Für den Fall der Weigerung drohte er damit, die Einrichtung zu zerschlagen.
Strafrecht |
Dienstag, 22. April 2008
Die Dortmunder Staatsanwaltschaft will noch diese Woche Anklage gegen einen mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher erheben. Der 86-jährige Heinrich B., dessen Nationalität nicht einwandfrei geklärt ist, soll zwischen Juli und September 1944 drei Niederländer erschossen haben, berichtete gestern Oberstaatsanwalt Ulrich Maaß. Er leitet die “Zentralstelle im Lande Nordrhein-Westfalen für die Bearbeitung von nationalsozialistischen Massenverbrechen”.
Gericht, Staatsanwaltschaft, Strafrecht |
Montag, 21. April 2008
Sie verbrachte zweieinhalb Jahre unschuldig hinter Gittern, galt zwei Jahre als verurteilte ‘Vatermörderin’.
Die am 9. April 2008 als unschuldig freigesprochene und damit vollständig rehabilitierte Monika M. beantwortet Fragen von Berlin Kriminell über das Verfahren, den Knast, die Gutachten und den Freispruch.
Justiz, Strafrecht, Strafvollstreckung |
Montag, 21. April 2008
Aus dem Einsatzprotokoll der Polizei:
Am heutigen Tage wurden wir (PHM M., PHM G.) zur T-str. 19 alarmiert, weil hier der polizeibekannte Herr F. zum wiederholten Male Gegenstände aus seinem Wohnzimmerfenster auf den Innenhof des Hauses warf.
Polizei |
Montag, 21. April 2008
Monika M. saß 888 Tage unschuldig verurteilt als Vatermörderin in Haft, bevor sie freigesprochen wurde. Ein wesentlicher Grund für die ursprüngliche Verurteilung war ein fehlerhaftes Brandgutachten.
Ihr Schwager Rudolf Jursic hat sich in mehreren offenen Briefen an Politiker und Juristen gewandt, um auf Mißstände in der berliner Brand-Sachverständigen-Szene aufmerksam zu machen. Die Briefe finden sich unter www.rudimarion.de im Netz. “Berliner Gefahr” überschreibt Jursic die Seite.
Gericht, Polizei, Verteidigung |