Archiv für Juli 2009
Freitag, 31. Juli 2009
Ich bin gerade damit beschäftigt, eine Strafanzeige für zwei Lehrerinnen zu schreiben, die bestohlen wurden. Dazu zitiere ich wörtlich ihre Gedächtnisprotokolle, die sie auf meine Bitte angefertigt haben.
Ich schaffe es so gerade noch, das “ss” statt des wunderschönen Buchstabens “ß” zu schreiben. Aber Portmonee … NEIN! Das kommt mir nicht über meine Unterschrift. NIEMALS!
In eigener Sache, Mandanten, Philosophisches |
Freitag, 31. Juli 2009

Liebe Befreiungskämpfer.
Wenn Ihr mir den Auftrag zur Befreiung von Alexandra R. erteilen wollt, gibt es hier ein feines Formular dazu.
Der von Euch gewählte Weg, einen Aufkleber, auch noch aus Papier, den man ja sowas von schlecht wieder abkriegt, auf die Beifahrertür der Wanne zu pappen,

ist nicht der richtige.
Wir haben hier hunderte von Aufträgen jährlich; was glaubt Ihr, wie die Wanne aussähe, wenn uns jeder den Auftrag mit einem Papperl auf die Wanne erteilen würden?

So geht das nicht!
Allgemeines |
Donnerstag, 30. Juli 2009
Da schreibt mir ein Leser doch einen Kommentar ins Blog, der auch unter Berücksichtigung der üblichen verdächtigen Rechte den grünen Bereich längst verlassen hat. Aber er macht es ja ganz geschickt:
Autor : Kritiker (IP: 193.200.150.152 , mail152.anonymouse.org)
E-Mail : feucht@froelich.de
Damit läßt sich nichts anfangen. Er bezieht sich allerdings auf einen Kommentar, der er unter einem anderen Absender geschrieben hat:
Autor : derRösrather (IP: 87.79.223.71 , xdsl-87-79-223-71.netcologne.de)
E-Mail : bier@her.de
Diesen Kommentar hatte ich bereits “zensiert”, weil allerlei dummes Zeug enthielt.
Anders als der Kommentar davor, der war eigentlich noch ganz in Ordnung, deswegen hat der Autor ihn auch fast mit seinem vollständigen Rubrum unterschrieben:
Autor : derRösrather (IP: 87.79.223.71 , xdsl-87-79-223-71.netcologne.de)
E-Mail : horstoster@freenet.de
Liebe Straftäter. Das Internet ist spätestens seit Wolfgang Schäuble kein rechtsfreier Raum mehr. Und anonym auch nicht, jedenfalls wenn man sich so dusselig anstellt.
Update:
Der Herr hat mir soeben eine eMail geschrieben. Sozusagen als Bestätigung der Richtigkeit der obigen Ausführungen. Das ist ja nun echt anspruchslos geworden, das mit der Beweisführung.
Allgemeines, In eigener Sache |
Donnerstag, 30. Juli 2009
Aus einer Gerichtsakte:

Ist ja auch schwierig, diese neuartige Technik zu verstehen. Ich hab’s mir verkniffen, mit “feixenden Grüßen” zu salutieren. Immerhin, sie hat’s ja noch rechtzeitig gemerkt.
Richter |
Mittwoch, 29. Juli 2009
Aus der freundlichen Vollstreckungsankündigung eines westdeutschen Finanzamts:
Für Rückfragen stehe ich unter der oben genannten Telefonnummer in der Zeit von 7.30 – 8.30 Uhr zur Verfügung.
Aber sonst geht’s noch?! Als wenn der Mandant zu dieser Zeit schon imstande wäre, die Tastatur seines Telefons zu erkennen, geschweige denn zu bedienen.
Vollstreckung |
Mittwoch, 29. Juli 2009
In Japans Todeszellen sitzen jetzt noch 106 Verurteilte, 63 von ihnen kämpfen für eine Revision. Seit 1945 wurden weit über 650 Menschen am Galgen hingerichtet, 2008 waren es 15, dieses Jahr bisher sechs.
Quelle: Martin Fritz in der taz
Nur mal so zwischendurch zur Erinnerung an die Kultur eines asiatischen High-Tech-Landes.
Justiz, Vollstreckung |
Dienstag, 28. Juli 2009
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat die Ermittlungen gegen die verdächtigen Zwillingsbrüder Abbas und Hassan O. eingestellt. Ein anthropologisches Gutachten, das von den Ermittlern in Auftrag gegeben wurde, habe keine Übereinstimmung mit den Tatverdächtigen festgestellt. Damit werden die Brüder als Täter ausgeschlossen. Das teilte eine Justizsprecherin gestern mit.
Das war’s dann wohl mit der versuchten Aufklärung, ein perfektes Verbrechen?
Nebenbei: Die vormals Hauptverdächtigen haben sich durch Schweigen verteidigt.
Polizei, Staatsanwaltschaft |
Dienstag, 28. Juli 2009
Am Wochenende wird wieder einmal am Spandauer Damm gefeiert. Dazu erwarten die Veranstalter zahlreiche Gäste, teils geladene, teils unerwünschte. Manche ungeladene sind jedoch bereits seit Jahren Stammgäste. Ob dann dieses Jahr wieder mal eine Rundfahrt durch die Stadt stattfindet, hängt auch davon ab, ob die Nagelketten zum Einsatz kommen.
Ich wünsche allen Beteiligten viel Spaß, beim Feiern und beim Arbeiten.
Allgemeines |
Montag, 27. Juli 2009
Die Richterin B. wollte weder den Termin verlegen, (nur) weil ich wegen eines anderen Termins in Westdeutschland verhindert war, noch wollte sie mir die Akte übersenden. Ich solle mir die Akte auf der Geschäftsstelle abholen. Ich habe in meine Kiste mit den Textbausteinen gegriffen, Beschwerde erhoben und gleich mal das Ablehnungsgesuch mit auf’s Fax gelegt.
Zwei Tage später erhielt ich ein Fax von der Richterin:
werden Sie darauf hingewiesen, dass der Hauptverhsndlungstermin am 27. Juli 2009 solange Bestand hat, bis Sie seitens des Gerichts über eine Terminsaufhebung informiert werden.
Das westdeutsche Gericht hatte (wegen dieser Richterin?) Mitleid mit mir und hat den Termin aufgehoben, so daß ich heute morgen zur Richterin B. fahren konnte. Sie rief die Sache auf, stellte für’s Protokoll die Anwesenheit der Beteiligten fest, setzte das Verfahren aus und schloß die Sitzung sofort wieder. Erst müsse ja über den Befangenheitsantrag entschieden werden, teilte sie triumphierend mit.
Es waren zu diesem Termin nicht nur der Verteidiger, dem diese Unsinns-Veranstaltung offenbar als Maßregel dienen sollte, und sein Mandant geladen, sondern auch noch der Betreuer des Mandanten und vier berufstätige Zeugen.
Das Theater verspricht noch recht unterhaltsam zu werden.
Richter |
Samstag, 25. Juli 2009

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hat ein Beamter eingeräumt, bei einem Einsatz vor einer Woche am Hermannplatz in Neukölln die verbotenen Quarzsandhandschuhe getragen zu haben. Diese Ausrüstung dämpft die Wucht eines Schlages auf die Hand ab – so kann man fester draufhauen.
berichtet Sebastian Heiser in der taz.
Ich denke nicht, daß der Polizeibeamte fester draufhauen wollte. Es hatte bestimmt nur sensiblere Fingerchen als seine Kollegen.
Foto: Pixelio
Polizei |