Abenteuerurlaub in Neukölln

31. März 2006

Organisierte und geführte „Pub Crawls“ durch die Szene-Kneipen „Hartz-IV-Treff“, „Zwitscherstübchen“ und „Bierteufel“. Ein gepflegtes Mittagessen beim „99-Cent-Döner-Grill“ und hinterher ein wenig relaxen und rauchen in der Hasenheide, auch bekannt als das „Amsterdam Berlins“.

Eine Tour mit der U-Bahnlinie 8, in welcher man zum studentenfreundlichen Preis von nur 2,10 Euro echtes Entertainment geboten bekommt: Unterhaltung (mit dem übel riechenden Jogginghosenmann), neueste Hits (aus den Handys der Jugendlichen mit Migrationshintergrund) und pralle Action (Fahrkartenkontrolle in Anwesenheit echter Schwarzfahrer). Eine abendliche Grusel-Adventure-Tour durch die Hermannstraße rundet das touristische Angebot ab. Keine faden Monsterdarsteller, sondern freilaufende Kampfhunde in Ponygröße garantieren prickelnden Nervenkitzel.

Quelle: Sonja Niemann im Tagesspiegel

Na, hoffentlich läuft das freundliche Neukölln dem behaglichen Kreuzberg nicht doch noch den Rang ab, wenn die Touristen – nach Wunsch der Autorin – Neukölln, die werdende Bronx Deutschlands, entdecken. Aber das halten wir hier auch noch aus.

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