Frau Kommissarin, unverbesserlich

27. Juni 2008

Ich hatte der Kommissarin S. gute Besserung gewünscht. Auch per Postkarte. Damit sie sich an mich erinnert, auch später. Genützt hat es nichts.

Nun, sie hat hier in der Kanzlei angerufen. Und sich nett entschuldigt. Wegen dieser Krankheit habe sie neben sich gestanden, deswegen ist ihr die Verarbredung mit mir schlicht durch die Finger gerutscht. Ein menschlicher Zug einer Polizeibeamtin, der den Ärger verrauchen lies.

Wir haben uns für heute morgen erneut verabredet. Wieder um 9:00 Uhr, wieder am T-Damm im LKA. Das Wetter war gut für’s Fahrrad. Und obwohl ich an meinem Schreibtisch wesentlich mehr für meine Mandanten erreichen kann, habe ich die Fahrt durch die Hasenheide nicht als unangenehm empfunden. Die Stunde hole ich dann eben heute abend nach.

Ich war pünktlich und die Mitarbeiterin in der Anmeldung des LKA hat sich redlich bemüht, die Kommissarin im Haus zu finden. Bis um 9:20 Uhr ohne Erfolg. Ein Kollege der personifizierten Zuverlässigkeits-Antithese teilte mit, sie sei außer Haus.

Jetzt bin ich wieder in der Kanzlei und das Zeug meines Mandanten liegt noch immer beim LKA. Ein drittes Mal verabrede ich mich nicht mit Frau Kommissarin S. am T-Damm.

Polizei | Kommentare | Trackback Zum Seitenbeginn springen

8 Kommentare zu “Frau Kommissarin, unverbesserlich”

  1. 01

    Hallo,

    also nicht nur, dass Sie die Dame durch eine gewisse Öffentlichkeitswirkung dazu bewegt haben, sich persönlich bei Ihnen zu entschuldigen (was, wie wir ja alle wissen, nicht unbedingt üblich ist). Jetzt nötigen Sie sie auch noch, mit Ihnen persönlich konfrontiert zu sein :-)

    Na? Wer braucht hier einen “Soft Skill” Trainer?

    Fast könnte man meinen, Sie seien ein kleiner Genießer :-)

    Gruß

    Michael Kostic am 27. Juni 2008 um 10:54
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  2. 02

    Langsam sollte sie es wirklich einfach mal persönlich vorbeibringen… Aber dann entgehen uns natürlich weitere Geschichten hier im Blog ;-)

    Brandau am 27. Juni 2008 um 11:42
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  3. 03

    @M. Kostic: Vielleicht gibt’s da irgendwo einen Mandanten, um dessen Angelegenheiten es geht? Und ich bin jetzt nicht so sicher, dass der das Warten so sehr geniesst.

    doppelfish am 27. Juni 2008 um 11:57
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  4. 04

    Die Dame ist Beamtin. Das erklärt..

    Jeeves am 27. Juni 2008 um 12:04
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  5. 05

    Was haben Sie “verbrochen”, dass sich die Kommissarin womöglich an Ihnen rächen will?

    kai am 27. Juni 2008 um 12:19
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  6. 06

    @doppelfish:

    Yep…

    Ich bin mir sogar sehr sicher das der Betroffene das auch nicht so sehr witzig findet…

    Aber mal im Ernst. Wie ist es denn überhaupt möglich, dass einem offensichtlich ausgewiesenen, angemeldeten und der Behörde bekannten Vertreter des Mandanten die Asservate trotz der Abwesenheit der Beamtin nicht ausgehändigt werden können? Das ist doch der blanke Verwaltungsunfug. Der Herr RA ist vor Ort, die Asservate sind es auch, die Vertretungsberechtigung liegt ganz sicher auch vor. Und dennoch lassen die ihn wieder unverrichteter Dinge von Dannen ziehen.

    Der Zorn des Herrn RA sollte sich hier einmal ganz klar gegen die Behörde wenden. Die Beamtin ist doch in diesem Fall “nur” die Botin einer Nachricht…

    Gruß

    Michael Kostic am 27. Juni 2008 um 12:19
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  7. 07

    Ich könnte mir vorstellen, dass CRH einfach ein bischen Wert darauf legt, dass die Botin auch mal die Botschaft überbringt, anstatt in der Welt- bzw. Krankengeschichte herumzugeistern.

    Es sei ihr nichtsdestotrotz eine Gute Besserung gewünscht. :)

    doppelfish am 27. Juni 2008 um 17:47
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  8. 08

    Wer weiß, was ihr heute morgen durch “die Finger gerutscht” ist.

    Kampfschmuser am 27. Juni 2008 um 19:06
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