Polizist mit Migrationshintergrund

31. Dezember 2009

Ein Polizist mit Migrationshintergrund konnte gestern Abend in Kreuzberg mit seinen Sprachkenntnissen einen wesentlichen Beitrag zu einem Böller-, Waffen- und Rauschgiftfund beisteuern. Zunächst hatten er und seine Kollegen im Rahmen einer Streife gegen 21 Uhr in der Mariannen- Ecke Skalitzer Straße einen 39-Jährigen überprüft, der verbotswidrig mit so genannter Vogelschreckmunition um sich schoss. Die Beamten forderten ihn auf, die Waffe fallen zu lassen, und durchsuchten ihn anschließend. Dabei fanden sie einige Verkaufsportionen eines Rauschgifts sowie rund 750 Euro mutmaßlichen Verkaufserlös.

Soweit, so dumm gelaufen. Es ist vielleicht nicht so schlau, mit einer Pistole herumzuballern, wenn man die Taschen voller Dope hat.

Während der Überprüfung rief der Mann einem Jugendlichen auf Türkisch zu, dass seine Wohnung „gereinigt“ werden müsse. Der genannte Beamte verstand das aber und teilte es seinen Kollegen mit. Die Polizisten entschieden sich sofort, selbst die „Reinigung“ zu übernehmen und fanden in der Wohnung des 39-Jährigen rund 1.300 in Deutschland nicht zugelassene Böller aus Polen, 600 Stück Vogelschreckmunition, drei Schreckschusswaffen, eine scharfe Pistole, zwei Beile, ein Dönermesser, ein Einhandmesser und rund 20 Tütchen mit einer rauschgiftsuspekten Substanz.

Auch das hätte man ein wenig geschickter anstellen können. Ich kann mir gut vorstellen, daß sich da jemand aber sowas von ärgert. ;-)

Da soll mir einer sagen, unsere Kreuzberger Türken seien nicht integriert.

Quelle: Pressemeldung der Polizei Berlin

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Kreuzberg | Kommentare | Trackback Zum Seitenbeginn springen

12 Kommentare zu “Polizist mit Migrationshintergrund”

  1. 01

    “ein Dönermesser” – warum musste das in dem Bericht stehen? Das ist ja wohl kaum als Waffe geeignet – ausser eben gegen Döner. Ähnliches gilt für die Beile – hier in der Nähe gibts ein Dönerladen, der einen einen holzbetriebenen Ofen hat, in dem das Brot gemacht wird. Das wird wohl nicht der einzige sein in Berlin.

    Bei den anderen Objekten (Pistolen, Munition, Tütchen) werden die Erklärungen aber nicht so leicht sein :-)

    Tilman am 31. Dezember 2009 um 18:10
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  2. 02

    [...] This post was mentioned on Twitter [...]

    Topsy.com am 31. Dezember 2009 um 18:13
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  3. 03

    This post was mentioned on Twitter by svennov: typ mit taschen voller dope ballert mit pistole rum. suboptimal, dass in der wohnung auch waffen und drogen waren #muhaha…

    uberVU - social comments am 31. Dezember 2009 um 20:29
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  4. 04

    @Til: weil ein Dönermesser besonders lang und scharf ist. Hätte er ne Machete zuhause gehabt weil er nen Dschungel von Garten hat, dann hätte das auch da gestanden.

    Mausi am 1. Januar 2010 um 14:52
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  5. 05

    Richtig. Nur das Einhandmesser ist unproblematisch, sofern es nicht automatisch oder per Schleuderbewegung öffnet und er es nicht außerhalb seines Privatbereiches führt, sondern nur sozialadäquat als Werkzeug daheim verwendet (Führverbot). Angesichts der scharfen Faustfeuerwaffe dürfte das Messer allerdings sein geringstes Problem sein.

    gonsior am 1. Januar 2010 um 16:19
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  6. 06

    ich glaub das ist aber immer einzelfallabhängig, wenn jemand mit nem baumigen garten zum holzhacken ein beil daheim hat dürfte das prinzipiell kein problem sein

    Mausi am 1. Januar 2010 um 17:00
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  7. 07

    Wenn mal einer der Herrschaften sich den § 30a Abs. 2 Nr. 2 BtMG anschauen möchte … es kommt auf das Dönermesser oder das Beil im Wesentlichen nicht mehr an.

    RA Carsten R. Hoenig am 1. Januar 2010 um 17:20
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  8. 08

    @CRH: wie kann man denn auf die Bande schließen? Wegen der Reinigung der Wohnung?

    Toni am 1. Januar 2010 um 21:13
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  9. 09

    Bande ist garnicht nötig (Abs. II Satz 2)

    SeniorConsultant am 1. Januar 2010 um 21:22
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  10. 10

    wir wollen doch nicht die unschuldsvermutung aushebeln, schließlich steht da nur was von “rauschgiftsuspekten Substanz” – am Ende ist das auszugsmehl ;-)

    Mausi am 1. Januar 2010 um 21:49
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  11. 11

    @SeniorConsultant: Tatsache, da habe ich nicht gründlich gelesen…
    Danke!

    Toni am 2. Januar 2010 um 19:34
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