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	<title>Kommentare zu: Warum tun die sich das an?!</title>
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		<title>Von: der echte n.n.</title>
		<link>http://www.kanzlei-hoenig.info/warum-tun-die-sich-das-an/comment-page-1#comment-49031</link>
		<dc:creator>der echte n.n.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 14:01:16 +0000</pubDate>
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		<description>mein gott, da stellen sich mir doch die haare auf, wenn ich lese, wie viele leute hier die genehmigungspflicht für elektrogeräte im büro verteidigen!
die müssen vom fachmann geprüft werden!? meines wissens ist noch keine anwaltskanzlei in flammen aufgegangen und ich habe auch noch von keinem an stromschlag zugrundegegangen anwalt gehört. und das wo meines wissens höchst unüblich ist, dass der anwalt seinen frischerworbenen kaffeevollautomaten noch einem elektriker zwecks begutachtung übergibt ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>mein gott, da stellen sich mir doch die haare auf, wenn ich lese, wie viele leute hier die genehmigungspflicht für elektrogeräte im büro verteidigen!<br />
die müssen vom fachmann geprüft werden!? meines wissens ist noch keine anwaltskanzlei in flammen aufgegangen und ich habe auch noch von keinem an stromschlag zugrundegegangen anwalt gehört. und das wo meines wissens höchst unüblich ist, dass der anwalt seinen frischerworbenen kaffeevollautomaten noch einem elektriker zwecks begutachtung übergibt &#8230;</p>
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		<title>Von: marie reich</title>
		<link>http://www.kanzlei-hoenig.info/warum-tun-die-sich-das-an/comment-page-1#comment-34444</link>
		<dc:creator>marie reich</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 10:59:26 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist ja sehr interessant Richter zu sein. Freiberufler leben unsicher. Und wie man in der SZ liest, könne Richter sogar &quot;unzählige Rechtsbeugungen&quot; vornehmen (Leserbrief eines ehem. Richters), ohne dafür bestraft zu werden, wer kann sich sowas als Normalmensch leisten, er kann nicht einmal sein Recht durchsetzen! (Er wird schlicht entmündigt, was in Österreich Normalzustand ist und in Deutschland sogar bei Juristen als juristische Methode gelehrt wird, unglaublich, aber wahr, selbst gehört!) In Deutschland mag die Prüfungsnote ausschlaggebend sein, aber in Österreich das Parteibuch, denn mit Promotion &quot;sehr gut&quot; kann man lebenslänglich arbeitslos sein und von anderen ausgeraubt werden, mit Hilfe der Richter übrigens!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ja sehr interessant Richter zu sein. Freiberufler leben unsicher. Und wie man in der SZ liest, könne Richter sogar &#8220;unzählige Rechtsbeugungen&#8221; vornehmen (Leserbrief eines ehem. Richters), ohne dafür bestraft zu werden, wer kann sich sowas als Normalmensch leisten, er kann nicht einmal sein Recht durchsetzen! (Er wird schlicht entmündigt, was in Österreich Normalzustand ist und in Deutschland sogar bei Juristen als juristische Methode gelehrt wird, unglaublich, aber wahr, selbst gehört!) In Deutschland mag die Prüfungsnote ausschlaggebend sein, aber in Österreich das Parteibuch, denn mit Promotion &#8220;sehr gut&#8221; kann man lebenslänglich arbeitslos sein und von anderen ausgeraubt werden, mit Hilfe der Richter übrigens!</p>
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	<item>
		<title>Von: Der Mann vom LG</title>
		<link>http://www.kanzlei-hoenig.info/warum-tun-die-sich-das-an/comment-page-1#comment-34191</link>
		<dc:creator>Der Mann vom LG</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 14:09:23 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe ähnlich wie Dr. Nils zuvor in einer Großbude gearbeitet. 
Ich habe neben der Promotion als Anwalt in einer kleinen Kanzlei gearbeitet. Ich bin mit wehenden Fahnen Richter geworden und habe es nie bereut. Ich liebe meine Arbeit, gehe wirklich jeden Tag gern in mein Büro, daß in einem wunderschönen alten Gebäude in einer süddeutschen Großstadt liegt. Ich habe Parkett und ein großes Zimmer. ich habe eine Verwaltung, die meine Wünsche meist erfüllt. Ich habe eine nette Geschäftsstelle und zwei großartige Damen in der Schreibkanzlei. Ich muß meine Rechnungen nicht eintreiben, dafür habe ich einen Kostenbeamten. Ich habe eine Espressomaschine in meinem  Büro, die nicht genehmigt werden muß. Mein Präsident ist ausgesprochen nett, ich sehe ihn einmal im Jahr beim Sommerfest, sonst habe ich mit ihm nichts zu tun.
Wenn Anwälte unangenehm werden, lehne ich mich zurück und denke, laß sie reden, ich entscheide. Meine Berufungskammern haben mich bisher nicht einmal aufgehoben. Und wirklich das allerbeste: Mir kann niemand Vorschriften machen. 
Möchte ich zurück? Niemals!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ähnlich wie Dr. Nils zuvor in einer Großbude gearbeitet.<br />
Ich habe neben der Promotion als Anwalt in einer kleinen Kanzlei gearbeitet. Ich bin mit wehenden Fahnen Richter geworden und habe es nie bereut. Ich liebe meine Arbeit, gehe wirklich jeden Tag gern in mein Büro, daß in einem wunderschönen alten Gebäude in einer süddeutschen Großstadt liegt. Ich habe Parkett und ein großes Zimmer. ich habe eine Verwaltung, die meine Wünsche meist erfüllt. Ich habe eine nette Geschäftsstelle und zwei großartige Damen in der Schreibkanzlei. Ich muß meine Rechnungen nicht eintreiben, dafür habe ich einen Kostenbeamten. Ich habe eine Espressomaschine in meinem  Büro, die nicht genehmigt werden muß. Mein Präsident ist ausgesprochen nett, ich sehe ihn einmal im Jahr beim Sommerfest, sonst habe ich mit ihm nichts zu tun.<br />
Wenn Anwälte unangenehm werden, lehne ich mich zurück und denke, laß sie reden, ich entscheide. Meine Berufungskammern haben mich bisher nicht einmal aufgehoben. Und wirklich das allerbeste: Mir kann niemand Vorschriften machen.<br />
Möchte ich zurück? Niemals!</p>
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	<item>
		<title>Von: Warum tun die sich das an ? &#171; Im Namen des Volkers</title>
		<link>http://www.kanzlei-hoenig.info/warum-tun-die-sich-das-an/comment-page-1#comment-34184</link>
		<dc:creator>Warum tun die sich das an ? &#171; Im Namen des Volkers</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 10:45:52 +0000</pubDate>
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		<description>[...] tun die sich das an&#160;?    fragt sich Rechtsanwalt Hoenig im Hinblick auf mein Leben als [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] tun die sich das an&nbsp;?    fragt sich Rechtsanwalt Hoenig im Hinblick auf mein Leben als [...]</p>
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		<title>Von: Der Strafrichter</title>
		<link>http://www.kanzlei-hoenig.info/warum-tun-die-sich-das-an/comment-page-1#comment-34166</link>
		<dc:creator>Der Strafrichter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 17:49:10 +0000</pubDate>
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		<description>@ kein Jurist
Der wesentliche Unterschied besteht darin, daß ein Beamter weisungsgebunden ist und natürlich einen Vorgesetzten hat, ein Richter halt nicht. Darüberhinaus hat ein Beamter eine Anwesenheitspflicht, ein Richter kann letztendlich kommen und gehen, wann er will, und auch zu Hause arbeiten.
Eigentlich muss jeder selbst wissen, was ihm wichtiger ist: Ein sicherer Arbeitsplatz, geregeltes Einkommen (wenn auch kein sonderlich hohes, reichen tut es allerdings ganz gewiß) und den Vorteil, seine Arbeitszeiten selbst zu bestimmen oder mehr Geld, aber auch, das räume ich gerne ein, definitiv mehr Arbeit, vielleicht auch mehr Abwechslung, dann sollte man Anwalt werden, wozu sicher viel Mut gehört.
Nach 15 Jahren als Strafrichter hat man sicher alles schon mal gehört, lustig sind Verhandlungstage aber allemal.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ kein Jurist<br />
Der wesentliche Unterschied besteht darin, daß ein Beamter weisungsgebunden ist und natürlich einen Vorgesetzten hat, ein Richter halt nicht. Darüberhinaus hat ein Beamter eine Anwesenheitspflicht, ein Richter kann letztendlich kommen und gehen, wann er will, und auch zu Hause arbeiten.<br />
Eigentlich muss jeder selbst wissen, was ihm wichtiger ist: Ein sicherer Arbeitsplatz, geregeltes Einkommen (wenn auch kein sonderlich hohes, reichen tut es allerdings ganz gewiß) und den Vorteil, seine Arbeitszeiten selbst zu bestimmen oder mehr Geld, aber auch, das räume ich gerne ein, definitiv mehr Arbeit, vielleicht auch mehr Abwechslung, dann sollte man Anwalt werden, wozu sicher viel Mut gehört.<br />
Nach 15 Jahren als Strafrichter hat man sicher alles schon mal gehört, lustig sind Verhandlungstage aber allemal.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Kein Jurist</title>
		<link>http://www.kanzlei-hoenig.info/warum-tun-die-sich-das-an/comment-page-1#comment-34157</link>
		<dc:creator>Kein Jurist</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 17:04:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kanzlei-hoenig.info/?p=3706#comment-34157</guid>
		<description>@Nun-ex-Referendar: Als Anwalt hat man generell zwei Möglichkeiten: a) Man ist selbstständig (oder Chef einer Kanzlei) und trägt entsprechendes Risiko und hat häufig keinen geregelten Arbeitstag, sondern muss sehr flexibel sein.
b) Man ist Angestellter und hat wiederum einen Chef, der einen rumschubsen kann. Der Punkt ist doch: Ein Richter kann ganz entspannt seine 8 Stunden täglich im Büro oder im Gerichtssaal sitzen, seine Arbeit erledigen und dann nach Hause fahren, wenn seine Schicht um ist. Und wenn er nicht genug Zeit hat, um all seine Arbeit gewissenhaft zu erledigen, dann bleibt eben was liegen. Versuch das mal im Wirtschaftsleben, da bist du deinen Job schneller los als dir lieb ist. Diese Sicherheit hat man nur, wenn man Beamter ist - oder Richter, falls das wirklich ein Unterschied sein sollte (war mir bisher nicht bewusst). 
Insofern kann ich es gut nachvollziehen, wenn manche den Staatsdienst vorziehen. Wer sich allerdings als Richter so schlimm stressen lässt, ist IMHO selbst Schuld.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Nun-ex-Referendar: Als Anwalt hat man generell zwei Möglichkeiten: a) Man ist selbstständig (oder Chef einer Kanzlei) und trägt entsprechendes Risiko und hat häufig keinen geregelten Arbeitstag, sondern muss sehr flexibel sein.<br />
b) Man ist Angestellter und hat wiederum einen Chef, der einen rumschubsen kann. Der Punkt ist doch: Ein Richter kann ganz entspannt seine 8 Stunden täglich im Büro oder im Gerichtssaal sitzen, seine Arbeit erledigen und dann nach Hause fahren, wenn seine Schicht um ist. Und wenn er nicht genug Zeit hat, um all seine Arbeit gewissenhaft zu erledigen, dann bleibt eben was liegen. Versuch das mal im Wirtschaftsleben, da bist du deinen Job schneller los als dir lieb ist. Diese Sicherheit hat man nur, wenn man Beamter ist &#8211; oder Richter, falls das wirklich ein Unterschied sein sollte (war mir bisher nicht bewusst).<br />
Insofern kann ich es gut nachvollziehen, wenn manche den Staatsdienst vorziehen. Wer sich allerdings als Richter so schlimm stressen lässt, ist IMHO selbst Schuld.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Olaf Johannes</title>
		<link>http://www.kanzlei-hoenig.info/warum-tun-die-sich-das-an/comment-page-1#comment-34156</link>
		<dc:creator>Olaf Johannes</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 16:40:44 +0000</pubDate>
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		<description>Richter sind keine Beamten, sie sind Richter.
Anwälte sind nicht grundsätzlich karrieregeil, viele wollen nur einen Beruf ausüben, der ihnen Freude macht. Es laufen auch nicht alle im Armani- Anzug herum, sondern sitzen mit Pullover unter der Robe im Gerichtssaal. Es gibt auch nicht besser oder schlechter bei den juristischen Berufen, es kommt vielmehr darauf an, was ich will. Scheue ich das wirtschaftliche Risiko, darf ich unter Umständen nicht selbständiger Anwalt werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Richter sind keine Beamten, sie sind Richter.<br />
Anwälte sind nicht grundsätzlich karrieregeil, viele wollen nur einen Beruf ausüben, der ihnen Freude macht. Es laufen auch nicht alle im Armani- Anzug herum, sondern sitzen mit Pullover unter der Robe im Gerichtssaal. Es gibt auch nicht besser oder schlechter bei den juristischen Berufen, es kommt vielmehr darauf an, was ich will. Scheue ich das wirtschaftliche Risiko, darf ich unter Umständen nicht selbständiger Anwalt werden.</p>
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	<item>
		<title>Von: Nun-ex-Referendar</title>
		<link>http://www.kanzlei-hoenig.info/warum-tun-die-sich-das-an/comment-page-1#comment-34155</link>
		<dc:creator>Nun-ex-Referendar</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 16:27:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kanzlei-hoenig.info/?p=3706#comment-34155</guid>
		<description>Meine Überschlagsrechnung und krude Theorie: Ein Jurist mit Prädikatsexamen hat nie Jobschwierigkeiten, ebenso wie ein Richter. Nur: Bessere Ausstattung, kann selbst Ideen einbringen, kann Randbedingungen besser beeinflussen, bekommt mehr Geld.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Überschlagsrechnung und krude Theorie: Ein Jurist mit Prädikatsexamen hat nie Jobschwierigkeiten, ebenso wie ein Richter. Nur: Bessere Ausstattung, kann selbst Ideen einbringen, kann Randbedingungen besser beeinflussen, bekommt mehr Geld.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Kein Jurist</title>
		<link>http://www.kanzlei-hoenig.info/warum-tun-die-sich-das-an/comment-page-1#comment-34154</link>
		<dc:creator>Kein Jurist</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 16:04:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kanzlei-hoenig.info/?p=3706#comment-34154</guid>
		<description>Also, ich bin ja bekennender Laie. Ich bin Schüler und werde in einem Jahr mein Abi haben, würde jedoch auch gerne die Juristenausbildung ins Visier nehmen. Vielleicht möchten mich die eingesessenen Juristen ja mal aufklären.

Ich jedenfalls sehe die Arbeit eines Richters als absolut entspannt an. Ein Richter ist Beamter, bekommt also bis an sein Lebensende sein Geld und muss, sofern er sich kein dickes Ding erlaubt, niemals Sorgen um seinen Job zu machen. 
Entsprechend ist der Richter auch sehr unabhängig. Richter müssen sich bei ihrer Arbeit nur an Gesetze halten und sich nicht von irgendeinem anderen popligen Beamten sagen lassen, was er zu tun und zu lassen hat. Demenstprechend kann man sich doch im Prinzip alle Zeit nehmen, die man braucht. Wenn viel Arbeit liegen bleibt, dann soll sich der Staatsanwalt vielleicht zweimal überlegen, ob er wirklich einen konkreten Gerichtsbeschluss braucht, oder ob er seine Arbeit nicht anders erledigen kann. Und wenn sich die Arbeit staut, dann kommen vielleicht die Justizministerien mal auf die Idee, neue Stellen zu schaffen. Vorraussetzung ist aber natürlich, dass man mit seiner Stellung am jeweiligen Gericht zufrieden genug ist, um den Rest seines Lebens dort zu verbringen. Aber ich dachte, genau das unterscheidet im Kern den Staatsdienst von der freien Wirtschaft: Der Staat als Arbeitgeber bietet Sicherheit mit wenig Karrierechancen und die Wirtschaft bietet Karrierechancen mit wenig Sicherheit.

Hab ich ein falsches Berufsbild vom Juristen, speziell vom Richterjob? Oder sind Anwälte in der Regel schlicht karrieregeil?

Gruß,

ein (noch?)-Nichtjurist auf der Suche nach seiner eigenen Berufung</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also, ich bin ja bekennender Laie. Ich bin Schüler und werde in einem Jahr mein Abi haben, würde jedoch auch gerne die Juristenausbildung ins Visier nehmen. Vielleicht möchten mich die eingesessenen Juristen ja mal aufklären.</p>
<p>Ich jedenfalls sehe die Arbeit eines Richters als absolut entspannt an. Ein Richter ist Beamter, bekommt also bis an sein Lebensende sein Geld und muss, sofern er sich kein dickes Ding erlaubt, niemals Sorgen um seinen Job zu machen.<br />
Entsprechend ist der Richter auch sehr unabhängig. Richter müssen sich bei ihrer Arbeit nur an Gesetze halten und sich nicht von irgendeinem anderen popligen Beamten sagen lassen, was er zu tun und zu lassen hat. Demenstprechend kann man sich doch im Prinzip alle Zeit nehmen, die man braucht. Wenn viel Arbeit liegen bleibt, dann soll sich der Staatsanwalt vielleicht zweimal überlegen, ob er wirklich einen konkreten Gerichtsbeschluss braucht, oder ob er seine Arbeit nicht anders erledigen kann. Und wenn sich die Arbeit staut, dann kommen vielleicht die Justizministerien mal auf die Idee, neue Stellen zu schaffen. Vorraussetzung ist aber natürlich, dass man mit seiner Stellung am jeweiligen Gericht zufrieden genug ist, um den Rest seines Lebens dort zu verbringen. Aber ich dachte, genau das unterscheidet im Kern den Staatsdienst von der freien Wirtschaft: Der Staat als Arbeitgeber bietet Sicherheit mit wenig Karrierechancen und die Wirtschaft bietet Karrierechancen mit wenig Sicherheit.</p>
<p>Hab ich ein falsches Berufsbild vom Juristen, speziell vom Richterjob? Oder sind Anwälte in der Regel schlicht karrieregeil?</p>
<p>Gruß,</p>
<p>ein (noch?)-Nichtjurist auf der Suche nach seiner eigenen Berufung</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Marcus Hampel</title>
		<link>http://www.kanzlei-hoenig.info/warum-tun-die-sich-das-an/comment-page-1#comment-34148</link>
		<dc:creator>Marcus Hampel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 10:48:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kanzlei-hoenig.info/?p=3706#comment-34148</guid>
		<description>Ach, arbeiten Sie doch mal als Angestellter bei einem Großunternehmen. Da werden Sie auf genau die gleichen Verhältnisse stoßen, wie bei Ihrem Gericht.

Elektrogeräte müssen immer genehmigt werden (allein schon, weil diese von einem Fachmann geprüft werden müssen) und auch beim Strom aus der Steckdose hat schon so mancher Controller erhebliches Einsparungspotential gesehen. Die IT-Administration spielt dort ebenfalls die &quot;Spaßbremse&quot; und möchte am liebsten das Arbeiten an den Rechnern verbieten.

Viele der Maßnahmen sind natürlich auf oft sogar bei kleineren Betrieben anzutreffen.

Unter dem Strich bleiben bei einem Vergleich zumindest mit einem anderen Großbetrieb nur noch die Vergünstigungen übrig. Es gibt außerdem kaum einen anderen Job, bei dem man später so wenig für Fehler bei der Arbeit zur Rechenschaft gezogen werden kann. 

Das dies nur bei Amtsrichtern so sei, scheint auch nicht ganz zu stimmen, wenn man sich folgendes Urteil des BVerfG durchliest:

http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20010702_1bvr204900.html

Dort kann man im Absatz 16 z.B. folgendes lesen: &quot;Im tatsächlichen Bereich übergeht es (Anm.: Das Landesarbeitsgericht Hamm) entscheidende Teile der Beweisaufnahme oder verkehrt sie sogar in ihr Gegenteil.&quot;

Was dann im nachfolgenden Absatz noch verfeinert wird: &quot;Das ergibt sich gerade nicht aus dem Ergebnis der Beweisaufnahme des Arbeitsgerichts und ist auch nicht von diesem festgestellt worden, wie das Landesarbeitsgericht behauptet.&quot; oder &quot;Das Landesarbeitsgericht übergeht auch die Aussagen des als Zeugen vernommenen Oberstaatsanwalts ...&quot;

Das hört sich für mich als ein ziemlich vernichtendes Urteil über die Arbeit des Landesarbeitsgerichts an. Da fragt man sich dann schon, wie solche groben Patzer bei einem so hohen Gericht vorkommen können und welche Konsequenzen dies eigentlich für die verantwortlichen Richter haben müsste.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, arbeiten Sie doch mal als Angestellter bei einem Großunternehmen. Da werden Sie auf genau die gleichen Verhältnisse stoßen, wie bei Ihrem Gericht.</p>
<p>Elektrogeräte müssen immer genehmigt werden (allein schon, weil diese von einem Fachmann geprüft werden müssen) und auch beim Strom aus der Steckdose hat schon so mancher Controller erhebliches Einsparungspotential gesehen. Die IT-Administration spielt dort ebenfalls die &#8220;Spaßbremse&#8221; und möchte am liebsten das Arbeiten an den Rechnern verbieten.</p>
<p>Viele der Maßnahmen sind natürlich auf oft sogar bei kleineren Betrieben anzutreffen.</p>
<p>Unter dem Strich bleiben bei einem Vergleich zumindest mit einem anderen Großbetrieb nur noch die Vergünstigungen übrig. Es gibt außerdem kaum einen anderen Job, bei dem man später so wenig für Fehler bei der Arbeit zur Rechenschaft gezogen werden kann. </p>
<p>Das dies nur bei Amtsrichtern so sei, scheint auch nicht ganz zu stimmen, wenn man sich folgendes Urteil des BVerfG durchliest:</p>
<p><a href="http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20010702_1bvr204900.html" rel="nofollow"></a><a href='http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20010702_1bvr204900.html'>http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20010702_1bvr204900.html</a></p>
<p>Dort kann man im Absatz 16 z.B. folgendes lesen: &#8220;Im tatsächlichen Bereich übergeht es (Anm.: Das Landesarbeitsgericht Hamm) entscheidende Teile der Beweisaufnahme oder verkehrt sie sogar in ihr Gegenteil.&#8221;</p>
<p>Was dann im nachfolgenden Absatz noch verfeinert wird: &#8220;Das ergibt sich gerade nicht aus dem Ergebnis der Beweisaufnahme des Arbeitsgerichts und ist auch nicht von diesem festgestellt worden, wie das Landesarbeitsgericht behauptet.&#8221; oder &#8220;Das Landesarbeitsgericht übergeht auch die Aussagen des als Zeugen vernommenen Oberstaatsanwalts &#8230;&#8221;</p>
<p>Das hört sich für mich als ein ziemlich vernichtendes Urteil über die Arbeit des Landesarbeitsgerichts an. Da fragt man sich dann schon, wie solche groben Patzer bei einem so hohen Gericht vorkommen können und welche Konsequenzen dies eigentlich für die verantwortlichen Richter haben müsste.</p>
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